Medienmitteilung des FC St. Niklaus zum Rekursentscheid des Walliser Fussballverbandes

24.07.2017

Die Rekurskommission des Walliser Fussballverbandes (WFV) hat mit Urteil vom 12. Juli 2017 (zugestellt am 21. Juli 2017) den am 29. Mai 2017 vom FC St. Niklaus eingereichten Rekurs gegen die Forfait-Strafverfügung der Wettspiel- und Fairplaykommission des WFV vom 24. Mai 2017 abgewiesen. Der FC St. Niklaus nimmt hierzu wie folgt Stellung:

Die Entscheidbegründung der Rekurskommission ist nicht haltbar. Die Rekurskommission unter dem Vorsitz von Peter Kalbermatten hat sich in der Würdigung des Sachverhalts sowie im Rechtlichen in zahlreiche Widersprüche verstrickt. Etliche im Parteivortrag vorgebrachte Argumente wurden völlig ausgeblendet. Schliesslich erdreistet sich die Rekurskommission noch einer unwahren Tatsachenbehauptung des Generalsekretärs des WFV zu bedienen, welche dieser anlässlich der Verhandlung vom 4. Juli 2017 gemacht hat. Plötzlich glaubte er zu wissen, dass er vor dem fraglichen Spiel gegenüber einem Verantwortlichen des FC St. Niklaus unmissverständlich klargemacht habe, dass der Spieler nicht spielberechtigt sei. Eine solche Auskunft hat der FC St. Niklaus aber nie eingeholt und auch nie erhalten. Eine Befragung des Verantwortlichen aber hielt die Rekurskommission nicht für nötig und hat den Beweisantrag abgewiesen. Diese Intrige des WFV verdeutlicht, dass das gesamte Rekursverfahren eine Inszenierung war, um gegenüber dem FC St. Niklaus sowie der Öffentlichkeit den Anschein eines fairen Verfahrens zu erwecken. In Wirklichkeit aber wurde die Abweisung des Rekurses vom WFV durch gemeinsame Absprache des Zentralvorstandes, der Wettspiel- und Fairplaykommission und der Rekurskommission schon beschlossen, noch bevor die Einvernahmen der Zeugen und die Parteivorträge stattgefunden haben.

Angesichts der Verfahrensmängel (insbesondere die Verletzung des Artikels 177 des Wettspielreglementes des SFV sowie die Verletzung des rechtlichen Gehörs), der offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung sowie weiterer Verletzungen des Verbandsrechts durch den WFV bestünden gute Chancen für ein Obsiegen vor den Zivilgerichten. Nach eingehender Beratung hat die 1. Mannschaft des FC St. Niklaus dennoch entschieden, auf eine Anfechtungsklage zu verzichten. Die 1. Mannschaft möchte die Streitigkeit hinter sich bringen und wünscht sich, dass wieder Ruhe einkehrt. Zudem können die verbandsrechtlichen Folgen eines zivilrechtlichen Vorgehens nicht abgeschätzt werden: Ein Gang vor die Zivilgerichte könnte nämlich vom Verband bestraft werden. Die Sanktionen reichen von einem einfachen Verweis bis zu einem Entzug der Klublizenz. Schliesslich wurde auch der zeitliche Aspekt eines Zivilverfahrens thematisiert.

Die 1. Mannschaft gibt sich als faire Verliererin: Der vom WFV auf unsportliche Weise verhinderte Aufstieg soll in der nächsten Saison in sportlicher Weise angepackt werden. Der Vorstand steht hinter der Entscheidung der 1. Mannschaft. Zudem ist dem Vorstand wichtig, dass beim FC St. Niklaus Fairplay nicht nur auf sondern auch neben dem Fussballfeld grossgeschrieben wird. Der FC St. Niklaus wird sich deshalb – im Gegensatz zum WFV – verbandrechtskonform verhalten. Aus den genannten Gründen verzichtet der FC St. Niklaus auf rechtliche Schritte gegen den WFV.

Last but not least: Der FC St. Niklaus möchte den Kollegen vom FC Stalden für ihren erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga herzlichst gratulieren.